Chronik Möller – Klosterkirchlein im Leezer See

Vorwort zur Kirchenchronik Max Möller

Ich bin kürzlich auf diese Chronik gestoßen. Sie verlässt die uns geläufigen Pfade und knüpft an ungeklärte, nicht durch eindeutige Dokumente belegte Hinweise von Pastor Decker und Wihelm Holtz an.

Wer ist dieser Max Möller? Der Name taucht in keinem der uns bisher bekannten Dokumente auf. Er nennt sich Kunstmaler aus Hamburg. Es wird kein Datum genannt. In einer handschriftlichen Notiz steht „Segeberger-Kreis und Tagblatt Feb.-März 1930“. Daraus schließe ich, dass die Abhandlung dort veröffentlicht wurde.

Ich habe in vielen Verzeichnissen nachgeforscht und sein Name taucht auch in Hamburg und auch im Verzeichnis der Kunstmaler nicht auf. Der Verfasser hat sich viel Mühe gegeben die Wurzeln unserer Kirche zu finden. Letztendlich ist es eine recht interessante Mischung von dokumentierten Fakten, Interpretationen und Kombinationen. Es spricht aber vieles dafür, dass unsere Kirche viel älter ist, als päpstliche Dokumente besagen.

Vor allem scheint die „ecclesia in insula“ ein echtes Rätsel zu sein, die zusätzlich zur„ecclesia in latzinghe“ in einer päpstlichen Bulle von 1199 genannt wird. Ist die Insel im Leezener See gemeint? Gab es zwischen Neversdorf und Leezen ein Kloster Birsen? In seinem Schlusswort weist Max Müller selbst darauf hin, dass er Lücken „großzügig durch eigene Vermutungen überbrückt“ hat.

Dennoch ist das eine interessante Lektüre, die dem Blick auf unser Dorf eine geheimnisvolle Facette hinzu fügt.

Peter Rohde
26. Februar 2020